Wenn es um Essen oder kulinarische Spezialitäten geht, sind die Ängste dem Fremden gegenüber weniger ausgeprägt und Neugier bzw. der Wunsch nach geschmacklicher Abwechslung treten in den Vordergrund.
Oder?
An den meisten Döner Ständen dreht sich anstelle von mariniertem Hammel- oder Lammfleisch Putenfleisch am senkrechten Grillspieß, der mit Gas oder elektrisch beheizt wird statt mit Eichenholzkohle (ursprünglich in einem Grill aus Ziegeln und Lehm aufgemauert).
Serviert wurden „echte“ Döner mit einer Mischung aus Petersilie und Zwiebel, als Beilagen je nach Wunsch Reis, Tomaten, Gurken, Rettich und Peperoni (scharf). In einer weiteren Variante wurde das, vom Spieß geschnittene Fleisch auf Fladenbrot serviert und mit den Beilagen (in diesem Fall ohne Reis) in das Fladenbrot gewickelt – daraus wurde schließlich der Dürüm Döner.
Eine Bestellung am Döner-Stand Freitag abends: „ … einen Dürüm Döner, bitte. Aber ohne Zwiebel und keine Petersilie, keine Tomaten, aber mit Salat. Nein nicht scharf, keine Pfefferoni – eventuell Curry – sie haben keinen Curry? – aber haben sie Mayonnaise?“
Wer ein Curry-Putenschnitzel mit Mayonnaisesalat möchte, sollte nicht beim Kebab-Stand danach fragen! (silk)

